Die IG Metall

Keine Kommentare

Die Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) ist die größte Gewerkschaft Deutschlands. Mit mehr als 2,3 Millionen Mitglieder gehört sie sogar weltweit zu der größten Arbeitnehmervereinigung.

Geschichte der IG Metall

Der Vorläufer der IG Metall war der Deutsche Metallarbeiter-Verband, der 1891 gegründet wurde. Dieser Verband wurde schnell zu Deutschlands größten Einzelgewerkschaft. Zu den Vorläufern der heutigen Industriegewerkschaft Metall gehört auch der Christliche Metallarbeiterverband, der im Jahre 1899 gegründet wurde und eine liberale Arbeitnehmerinstitution. Deutschland wurde durch die Revolution 1918 eine parlamentarische Demokratie. Fortan gehörte es zu den Aufgaben und Zielen der Arbeitnehmervereinigungen, diese noch ungefestigte Demokratie auszubauen und zu erhalten. Durch die Weltwirtschaftskrise in den zwanziger Jahren verloren die Gewerkschaften ihre Kraft. Außerdem spalteten sich die Arbeitnehmerverbände in unterschiedliche politische Richtungen. So wurde ein gemeinschaftliches und kooperatives agieren gegen Hitlers Regime nicht möglich. Die Gewerkschaften wurden letztlich durch Hitler verboten. Ein Wandel trat erst nach dem Zweiten Weltkrieg ein, indem sich die Gewerkschaften wieder aufbauten und neu orientierten. Jetzt ging man nach dem Einheitsprinzip vor, sodass es unwichtig war, welche politische Einstellung ein Arbeitnehmer hatte. Alle Arbeitnehmer hatten das Recht, sich einer Gewerkschaft anzuschießen, ganz gleich, zu welcher politischen Richtung sie tendierten.

Unabhängigkeit

Die deutschen Gewerkschaften setzen ebenfalls durch, dass Arbeitnehmervereinigungen unabhängig von politischen Parteien wurden. 1949 wurde ein Dachverband gegründet, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), zu dem auch die IG Metall gehört. Ein Jahr später nahm die IG Metall ihre Arbeit in Frankfurt am Main auf.
Die Aufgaben der Gewerkschaften veränderten sich durch den Mauerfall im Jahre 1989. Die Gewerkschaften kümmerten sich darum, dass die Arbeitsbedingungen der Menschen in Ostdeutschland denen im Westen Deutschlands angeglichen wurden. Die IG Metall verbindet sich mit der Gewerkschaft Textil-Bekleidung und der Gewerkschaft für Holz und Kunststoff. Dabei blieb jedoch der Name Industriegewerkschaft Metall erhalten.

IG Metall heute

Die Industriegewerkschaft Metall ist Mitglied in der Europäischen Föderation der Bau- und Holzarbeiter, der Internationalen Textil und Bekleidungs- und Lederverarbeitungsvereinigung, im Bund der Bau- und Holzarbeiter und ist ebenso Mitglied im Europäischen sowie im Deutschen und Internationalen Metallgewerkschaftsbund. Ihre Hauptverwaltungsstelle befindet sich in Wolfsburg und ihren Hauptsitz hat die IG Metall in Frankfurt am Main. Viele Führungskräfte der IG Metall sind auch in den Aufsichtsräten großer Konzerne aktiv. Die Einkünfte aus dieser Tätigkeit gehen an die Hans-Böckler-Stiftung. Diese Stiftung ist ein Förderungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Sie kümmert sich um die Förderung der Mitbestimmung, Forschung und Studien. Der Name leitet sich von dem ersten Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes ab. Hans Böckler war ein Gewerkschaftsfunktionär, der von 1875 bis 1951 lebte. Zu der IG Metall gehören einige Bildungsstätten. Eine davon ist das IG Metall Bildungszentrum Sprockhövel. Diese ist die größte globale gewerkschaftliche Bildungsstätte, die sich im Ruhrgebiet befindet. Täglich werden Seminare zur politischen Weiterbildung geboten, die vom Land Nordrhein Westfalen anerkannt sind. Dieses Bildungszentrum erhielt 2008 das Zertifikat für lernorientierte Qualitätstestierung. Aktuell setzt sich die IG Metall für eine Energieversorgung ohne Atomkraftwerke ein. Dabei fordert sie die Abschaltung aller veralteten Atomkraftwerke und möchte, dass es bei der Energiepolitik vordergründig um erneuerbare Energien geht. Ein Ziel ist es, bis 2050 die gesamte Energieversorgung auf innovative Energien umgestellt zu haben.

Screenshot: igmetall.de

Ähnliche Beiträge: