ver.di

Keine Kommentare

Ver.di iste eine noch junge Vereinigung für Dienstleister. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ist erst im Jahre 2001 gegründet worden und konnte zu der Zeit bereits drei Millionen Mitglieder zählen.

Geschichte der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft

Im Jahr 1997 kamen fünf Gewerkschaften in Hamburg zusammen, um eine gemeinsame Erklärung zu verabschieden. Dazu gehörten die Deutsche Angestellten Gewerkschaft (DAG), die Deutsche Postgewerkschaft (DPG), die Industriegewerkschaft Medien (IG Medien), die Gewerkschaft Handel, Bank und Versicherungen (HBV) und die Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV). Die gemeinsame Erklärung besagt, dass gemeinschaftlich eine Neustrukturierung im Dienstleistungsbereich und in der dienstleistungsnahen Industrie angestrebt wird. Dabei geht es beispielsweise um eine bessere Wahrnehmung der Interessen von Mitgliedern und Beschäftigten. Gewerkschaftsmitglieder sollen mehr Beteiligungsrechte und Gestaltungsmöglichkeiten erhalten. Auch sollte das Konkurrenzdenken der einzelnen Gewerkschaften beendet werden, um gemeinschaftlich die Interessen durchsetzen zu können. Ebenfalls wurde eine Verbesserung der Anordnungen von Personal und Kosten zum Ziel ernannt. Und die Durchsetzungsfähigkeit im Bezug auf Gesellschaft, Gewerkschaft und Tarifpolitik sollte gestärkt werden. Bis zur Gründung von ver.di durchliefen diese Gewerkschaften einen langjährigen Prozess. Fragen zur Organisationsstruktur und maßgeblichen Positionen mussten geklärt werden. Zum Beispiel kooperierten die ÖTV und die DAG seit 1997. Ebenso schlossen sich die HBV, IG Medien und DPG zu einem Verbund zusammen. Im Jahre 2001 lösten sich diese Organisationen auf, um sich neu zu vereinen. Damit war die Gründung der ver.di gesichert und die weltweit größte Einzelgewerkschaft begann ihre Arbeit.

Aufgaben und Erfolge der ersten zehn Jahre

Schon im Gründungsmonat konnte ver.di eine Tarifverhandlung erfolgreich beenden. Bei der Lufthansa lief bereits eine Tarifverhandlung durch die ÖTV und die DAG. Die neue Vereinigung ver.di konnte diese Tarifrunde mit Erfolg beenden, nachdem sich die Lufthansa nach Warnstreiks zu Verhandlungen bereit war. Es entstanden neue Tarifverträge für das Kabinen- und Bodenpersonal. Im Jahre 2002 startet ver.di eine Kampagne gegen die Arbeitszeit im Einzelhandel. Das Motto dieser Kampagne lautete “Stopp die Zeitdiebe”. Ebenfalls in diesem Jahr fängt das Projekt für eine soziale Arbeitsgestaltung in Call Centern an. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft setzt sich auch für Online-Tätige ein. Die Kampagne startete im März 2002. Die Frauen von ver.di warben am 8. März 2002 (Internationaler Frauentag) für eine verbesserte Zeitpolitik, damit Familie, Privatleben und Beruf optimaler vereint werden können. Auch die Jugend von ver.di startet eine Kampagne, bei der es um mehr Toleranz mit ausländischen Mitbürgern geht. Im Januar 2003 tritt Hartz I und II in Kraft. In der Kommission, die sich für die Reform des Arbeitsmarktes einsetzte, saß auch Isolde Kunkel-Weber, Bundesvorstandsmitglied von ver.di. Als Hartz IV im Jahre 2005 in Kraft tritt, fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Nachbesserungen. Im Oktober 2005 wird der Bundesangestelltentarifvertrag von 1961 durch einen neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst abgelöst. Auch in diesem Jahr war ver.di bereits erfolgreich und schloss einen Mindestlohntarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen ab. Dies stellt nur einen Ausschnitt von den Aufgaben, Projekten und Kampagnen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft dar. In den zehn Jahren des Bestehens konnte ver.di bereits einige Erfolge verbuchen.

Screenshot: verdi.de

Ähnliche Beiträge: